Berichte von Wettkämpfen und Anlässen
Schnällschte Bödeler 2026 sind Ciara Ammacher und Timon Amman
Während Ciara am Traditionswettkampf ihren den Titel verteidigte, konnte Timon mit einer neuen persönlichen Bestleistung überzeugen. Über die längere Distanz liefen die Geschwister Nele und Linus Servatius Tagesbestzeit.Vergangenen Sonntag fand der traditionsreiche Schnällscht Bödeler in Interlaken statt.
Der Anlass, durchgeführt von Turnverein Unterseen (TVU) bietet Kindern und Jungendlichen aus der Region einen leichten Einstieg in die Leichtathletik.Es war ein gelungener Start in die Wettkampfsaison. Rund 200 Startende wurden über die Sprintdistanzen sowie über die 600- und 1000-Meter gezählt. Insgesamt waren rund 20 Vereine und Gemeinden vom Bödeli vertreten.
Auch leistungsmässig war der Wettkampf erfreulich. Über vierzig Mal konnten die Nachwuchtsathletinnen und -athleten ihre persönlichen Bestleistungen (PB) verbessern. Tagesbestzeiten über die 80-Meter liefen Timon Ammann mit 9,32 Sekunden (PB) vom TV Unterseen und Ciara Amacher mit 10,85 Sekunden aus Bönigen. Sie sind die schnellsten Bödeler 2026 – wobei Ciara als letztjährige Siegerin ihren Titel verteidigen konnte.
Über die 1000 Meter hatte ein Geschwisterpaar die Nase vorn. Linus Servatius lief mit 3:04.19 knapp vor Nele Servatius ins Ziel, die mit 3:06.45 eine sehr gute neue persönliche Bestzeit lief. Beide Athleten starteten für den TV Unterseen.
Die schnellsten Sechs jeder Kategorie qualifizieren sich für die regionale Ausscheidung: Die Schnällschte Oberländer werden am Samstag, 13. Juni gekürt – erneut auf der BZI-Anlage in Interlaken. Am selben Wochenende findet zudem die regionale Ausscheidung des UBS-Kids Cup statt, an dem sich Nachwuchtsathleten im Dreikampf versuchen können.
Hier sind die vollständige Rangliste und Impressionen zum Wettkampf.
4. Mai, Lisa Rasch
119. Hauptversammlung vom 7.2.2026
Ein LMM-Final, vier Kränze und gesunde Finanzen
Der Turnverein Unterseen zog an seiner 119. Hauptversammlung eine sehr erfreuliche Jahresbilanz. Besonderes sportliches und organisatorisches Highlight war der Schweizerfinal des Leichtathletik-Mannschaftsmehrkampfs (LMM).
10 Jahre war es her, seit der Turnverein den LMM-Final in Interlaken durchführte. Den über zwei Tage verteilten Anlass verbuchte Vizepräsident Lars Steiner nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich als grossen Erfolg. Gleich viermal standen Athletinnen und Athleten des Gastgebervereins auf dem Podest - einschliesslich das Frauenteam, welche sich als Schweizermeisterinnen 2025 feiern liessen.
Für 2026 präsentierte Lars Steiner ein gut gefülltes Jahresprogramm. Zu den besonderen Highlights zählt der Verein die Durchführung des Kantonalfinals Visana-Sprint. Zudem ist die Unterstützung des TVU an den Schweizermeisterschaften Nachwuchs gefragt, welche für die Kategorien U16 und U18 in Thun stattfinden.
Gesunde Finanzen
Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell durfte der Turnverein Unterseen eine sehr gute Bilanz ziehen. Bei einem Ertrag von 115'500 Franken erwirtschaftete der Verein im Jahr 2025 einen erfreulichen Gewinn von 10'128 Franken - fast doppelt so hoch, wie ursprünglich budgetiert.
Finanzverantwortlicher Timo Fahrenbruch begründete dies insbesondere mit den diversen Anlässen, die bei sehr guter Witterung viele Teilnehmende und Zuschauende bescherten.
Dass die Ausgaben für die Teilnahme am Eidgenössischen Turnfest etwas höher ausfielen als geplant, war entsprechend vertretbar - zumal sich die Chance für ein ETF nur alle 6 Jahre bietet und die Teilnahme 2025 mit insgesamt vier Kränzen im Sieben- und Zehnkampf belohnt wurde. Für das laufende Jahr ist ein auf Erfahrungswerten basierter Gewinn von 6'200 Franken budgetiert.
Aufgrund des gesunden Finanzhaushalts beantragte der Vorstand, die bisherigen Mitgliederbeiträge beizubehalten. Einziger Änderungsantrag betraf die Trainings, welche zusätzlich zum Standardangebot der verschiedenen Gruppen angeboten werden. Neu sollen für die Zusatzangebote jeweils 100 Franken pro Jahr verrechnet werden. Der Vorstand begründete dies mit dem in den letzten Jahren kontinuierlich erweiterten und diversifizierten Trainingsangebot, das man angemessen vergüten möchte. Die Versammlung stimmte dem Antrag ohne Gegenstimme zu.
Lea Studer ist erneut Sportlerin des Jahres
Abgerundet wurde die Hauptversammlung mit diversen sportlichen Ehrungen. Dazu gehörte insbesondere die 19-jährige Sprinterin Lea Studer, die für ihre Topleistungen an den Schweizermeisterschaften (SM) Nachwuchs den Titel "Sportlerin des Jahres" verliehen bekam. In der Halle überzeugte Lea über die 60 Meter mit sehr guten 7,46 Sekunden und holte Gold. In Aarau vermochte sie an diesen Erfolg anknüpfen: Mit 11.83 Sekunden über die 100 Meter lief sie Outdoor zur U20-Vizemeisterin. 2026 möchte Lea an diese Erfolge anknüpfen und an den beiden Meisterschaften einen Podestplatz holen. Und: sie möchte sich für die U20-Weltmeisterschaften qualifizieren, welche im August in Oregon (USA) stattfinden.
Ebenfalls gewürdigt wurde Nele Servatius als Newcomerin des Jahres. An den drei Qualifikationsrunden des Mille Gruyère verbesserte Nele nicht nur kontinuierlich ihre persönliche Bestleistung über 1'000 Meter, sondern lief am Schweizerfinal in sehr guten 3:07,67 Sekunden auf den 11. Schlussrang. Auch die 15-Jährige Nele hat sich für 2026 Ziele gesetzt: Sie möchte den aktuellen Vereinsrekord über die 800 Meter (2:18.16) in Angriff zu nehmen.



